Magazin & Druck

Ein Bild ist, wenn man es anfassen kann. Bei all den heutigen Möglichkeiten und Gepflogenheiten ist eine gelungene Fotografie dann abgeschlossen, wenn man das Motiv als Abzug oder Druck in Händen halten kann. Welchen anderen Sinn kann es haben etwas zu fotografiert, als es zu jedem beliebigen Zeitpunkt danach auf einem Druck oder Abzug wieder betrachten zu können.

Und um so mehr wiegt dieser Sinn, wenn es sich um Porträts von uns selbst handelt. Aber auch wenn es kein Porträt oder keine gegenständliche Abbildung ist, wurde ein Aufwand für das fotografierte Motiv betrieben. In jedem Fall dient der ganze mehr oder weniger betriebene Aufwand dazu, etwas für die Zeit nach der Erstellung der Fotografie zu erschaffen. Und ja, auch wenn wir in — vielleicht naher Zukunft — dieses Bild mit einem kleinen Gerät in der Hosentasche, in höchster Brillanz, einfach so vor uns in den Raum projizieren können, gegenwärtig finde ich einen Druck oder Abzug die handlichste Variante. Von Hängungen an der Wand von besonders geschätzten oder geeigneten Motiven abgesehen.

Ein modernes Magazin

Nicht jedes Format aber ist geeignet eine Fotografie einfach und unkompliziert zur Hand zu haben. Ein klassisches und schweres Fotoalbum, das tief hinten in der Schubladen schlummert, ist nicht viel besser als eine Datei in einem Verzeichnis auf irgendeinem Speichermedium. Es muss ein Format sein, das man für einen kurzen Blick darauf schnell zur Hand hat. Zum Beispiel in einem handlichen, modern und individuell gestalteten Magazin. Etwas schönes, das man gerne in die Hand nimmt, und es daher nicht auf- bzw. wegräumt. Es bleibt in der Nähe der Couch, und damit jederzeit schnell zur Hand.

Klassische Abzüge

Einzelne Motive oder Porträts, die nicht Teil einer Serie sind, eignen sich sehr gut für einen kleinen Druck oder Abzug, vielleicht auf einem besonderen Papier. Dazu müssen sie nicht zwingend gerahmt an der Wand hängen. Ein Stapel aus einigen kleinen Abzügen im klassischen Format von 15 x 10 cm ist schnell zur Hand, um es bei einem spontanen Bedürfnis betrachten zu können.

Ein Plädoyer für den Druck sollten diese Zeilen also sein. Eine Ermunterung zumindest, für diese schöne haptische Möglichkeit.